MULTIBLOC ohne Fundamente -- warum Betonblocksteine ohne Fundamente glücklich machen.

Mal wieder Hamburg's Norden. Mal wieder eine Herausforderung: Abfallwirtschaftsbetrieb mit einer -- durch Beauflagung -- schnell und stark zu entwässernden Fläche.

 

Ansicht auf zwei Achsen (Gitterbox zur Orientierungshilfe) eines liegenden "H"s.
Deutlich ist das Gefälle in alle Richtungen zu sehen.
 

 

Das Niveau verändert sich in alle Richtungen. Der Hochpunkt wird in der Mitte durch den Laternenfuss markiert. (auf dem oberen Foto ist das Leerrohr zu sehen - dort, wo im Hintergrund der Kranausleger ist.) 

Gefälle nach allen Seiten -- eben rund wie ein Fussball. "Auf'm Fussball aufbauen." Nun, wir hatten gedacht, vorher die Wände auf ein Fundament zu setzten und ins Lot zu stellen.

Hierzu folgende Gedanken:

  • EIn Fundament kostet EXTRA Geld.
  • Baue ich einen Fundamentstreifen um darauf die Wände ins Lot zu stellen, könnte ich die Steine mit dem Radlader vom Fundament schieben. Nicht gut.
  • Eine Ausgleichsschicht von wenigen Zentimetern ... zerbröselt unter den Betonblocksteinen. Keine Lösung.
  • Ein Ausgleich aus "Asphaltkeile auf Asphalt" ... hier können wir uns etwas zwischen "sinnfreies Wegschwimmen im heissen Sommer" und "Wo war der Keil?" aussuchen.
  • Baue ich ein Fundament, schneide ich in die --extra dichte-- Asphaltfläche unten drunter und schaffe Problemfugen.
  • Baue ich ein Fundament, fixiere ich meinen Platz, so wie er ist. Da im Hamburger Norden Gelände extrem teuer ist, wurde hier weiter gedacht:
    • Was, wenn man Steine nicht mehr haben will?
    • Oder Steine nicht DIE Lösung für denPlatz sind ?
    • Oder nur teilweise Multiblocsteine und der Rest der Fläche wieder frei ....

--> Fundamente würden hier nur stören. 

Daher wurden die Steine ohne Fundament oder Ausgleichskörper auf den Asphalt gesetzt.

Die Herausforderung : Das System muss dem Untergrund hinterher laufen. Die Verformung mitmachen. Und trotzdem als Trennwand einer Schüttgutbox überzeugen.

Hier konnten die  MULTIBLOCs punkten. Die tetraederförmigen Betonblocksteine boten durch Bauform und Stahlrohrverbinder die Möglichkeit, das Geländespiel zu verdauen und dem "kurvenreichen" Fussball zu folgen -- und machten dabei noch eine gute Figur.